Gass Apfelweinwirtschaft, Frankfurt am Main

Schwarzwaldstr. 8, 60528 Frankfurt am Main
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Niddastr. 101, 60329 Frankfurt am Main

Stylische Wein-Lounge, angenehme Atmosphäre, großer Tisch, freundliche Mitarbeiter. Ideal für Treffen, Stammtische, Relaxen. Kundenzitat: "Es ist wirklich ein richtiger Wohlfühl-Ort."

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QuetscheHerbert (01.08.2008) ••••

Wenn man einmal von der in Pferdesport-Fachkreisen bedingt bekannten Pferderennbahn absieht: Der Frankfurter Stadtteil Niederrad ist – im Gegensatz zum geographisch unmittelbar benachbarten Sachsenhausen - nicht gerade als Touristenattraktion verrufen.

Für die Gastronomie bedeutet dies zweierlei: Erstens, Laufkundschaft ist hier kaum zu erwarten; woraus zweitens folgt, dass man sich gefälligst um ein - den Fortgang der existenzsichernden Geschäftsausübung gewährleistendes - Nachbarschaftspublikum bemühen muß.
Hier gilt es zunächst, eine Zielgruppe zu definieren, um deren Zuneigung man buhlt. In städtischen Randlagen steht am Ende dieses Gedankenprozesses ziemlich oftmals die nicht sehr innovative Geschäftsidee einer übel beleumundeten Pilsstube, die dann geschmackssicher „Horsti’s gemütliches Eck“ oder „Elfriede’s Pilsstübchen“ getauft wird. Um sofort Missverständnissen vorzubeugen: Hierbei handelt es sich in meinen Augen um eine hochlöbliche Gastronomieform mit unabdingbarer Daseinsberechtigung, denn ich selbst kehre ab und an gerne auf ein Männergedeck dort ein.

Womit nun endlich auch zum eigentlichen Gegenstand meiner Betrachtung überzuleiten wäre: Im Falle des „Apfelwein Gass“ haben wir es eben nicht mit einer Randerscheinung im oben genannten Peripherie-Sinne zu tun, sondern mit einer - auch optisch – eindeutig als solche identifizierbaren Frankfurter „Äppelwoi-Wertschaft“. Der Schoppen wird zwar nicht selbstgekeltert, sondern – wie es viele Lokale praktizieren – aus dem offenbar deutlich preisbewußteren Aschaffenburger Raum, wie etwa dem Kahlgrund, bezogen. Mir ist das einerlei, denn: Besser 'was gutes gekauft, als 'was schlechtes selbergemacht.

Die Speisekarte ist übersichtlich, enthält aber über die obligatorischen Handkäses, Schneegestöbers und Wörschtchers hinaus auch noch durchaus respektabel mundende Entrecote-Steaks (vom Rind), die nach Gewicht bestellt werden. Überdies werden wechselnde jahreszeit-abhängige Speisen auf der Kreidetafel angeboten.

Übersichtlich ist nicht nur die Speisekarte; auch das Platzangebot im rustikal ausgestatteten Gastraum ist nicht gerade üppig bemessen. Zumindest an warmen Tagen bietet sich der Innenhof mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten an.

Ich mag dieses Lokal auch und insbesondere aufgrund seines frankfurterisch-herben Charakters und seiner wenig einheitlichen Publikumsstruktur. Insgesamt fühlt man sich an ein Dorfgasthaus der 70er und frühen 80er des vergangenen Jahrhunderts erinnert. Es darf hinzugefügt werden: Das waren nicht die schlechtesten Jahre.

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